SOLA 2016 - Tag 1

Nehemia der Mundschenk des Königs Artaxerxers hat von Esra die Nachricht bekommen, dass Jerusalem in einem erschreckenden Zustand ist. Die Stadtmauern sind so gut wie zerstört und die Stadt ist ein Hohn und Spott für alle umliegenden Länder. Nehemia ist in großer Unruhe und hat den großen Wunsch, die Stadtmauern wieder aufzubauen. Aber dazu muss er die Erlaubnis vom König Artaxerxers haben, in dessen Land Babylon ein Großteil der Israeliten vor Jahren verschleppt wurde. Und - durch Gottes Gnade - ist der König dem Nehemia wohlgestimmt und lässt ihn mit den Israeliten ziehen. Aber auf dem langen Weg von Babylon bis Israel gibt es Probleme. Die Provinzvorsteher Sanballat und Tobija wollen mit allen Mitteln verhindern, dass Nehemia mit den Israeliten ihr Vorhaben durchziehen. So müssen sie erst einmal einen Stopp einlegen, da die beiden das Volk nicht weiterziehen lassen.

SOLA 2016 - Tag 4

Am Vormittag kam wieder Baumaterial, so dass wir an der Mauer sehr gut weiter arbeiten konnten, aber es erschien auch wieder einer dieser Provinzvorsteher, und beschuldigte einen unserer Mitarbeiter des Diebstahls, was sich - natürlich - als Lüge herausstellte und so ging der Mauerbau fröhlich weiter. Daher konnten wir auch mal neben dem Mauerbau unseren unterschiedlichen Interessen nachgehen. Am Abend war wieder die Auswahl zum „Jerusalems Top Priester“ und unser guter Freund Bakbuk hat es wieder versucht dabei zu sein, aber Esra hat ihn doch erkannt. Durch unseren Mauerbau - Josia erzählte davon - haben wir erlebt, dass in der Gemeinschaft viel mehr möglich ist, als wenn man allein ist. Und jeder Einzelne von uns ist einzigartig von Gott geschaffen und ER hat keine Vorurteile gegen irgendeinen, sondern liebt uns und geht sogar gerade auf die zu, die von anderen ausgeschlossen werden.

SOLA 2016 - Tag 3

Nach einer ersten guten Nacht in Jerusalem wollen sich die Israeliten an den Mauerbau machen. Wie sollte es aber anders sein, es gibt es wieder Auflagen, die den Baubeginn hinauszögern und die vorher erledigt werden müssen. Baufähigkeiten müssen geprüft werden und das Wissen im Umgang mit den Materialien und Werkzeugen muss vermittelt werden. Endlich aber geht es los und der Mauerbau kann beginnen. Voller Tatendrang gehen die Israeliten ans Werk und schaffen einen großen Teil an Mauer wieder aufzubauen, auch Türme werden begonnen. Am Ende eines langen und schweren Arbeitstages können alle froh und dankbar sein, dass Gott bei allem Bauen dabei war und vor Unfällen bewahrt hat. Magdalena erzählte dann am Abend, dass Jesus uns nicht nur liebt (wie wir gestern hörten), sondern er auch in allen unseren Lebenssituationen dabei sein möchte. Wir können mit ihm reden und er ist bei uns. Das hat er uns versprochen, auch wenn er die Situation vielleicht nicht so verändert wie wir es gern hätten.

SOLA 2016 - Tag 2

Erst am nächsten Morgen dürfen sie weiterziehen, nachdem die beiden Provinzvorsteher dem Volk kaum erfüllbare Aufgaben gestellt haben, die erfüllt werden müssen, um das Einreisevisum für Jerusalem „Formular 38 a“ ausgestellt zu bekommen. Aber nach einer langen anstrengenden Wanderung kommen Nehemia und seine Leute vor die zerstörten Tore Jerusalems an und auch Sanballat und Tobija können nichts mehr sagen, da alle ihre Aufgaben erfüllt wurden. Und so ziehen die Israeliten müde aber glücklich in das zerstörte Jerusalem ein – Eine große Aufgabe erwartet sie nun. . . Am Abend im Gemeinschaftszelt, erzählte dann Daniel noch einiges über Vertrauen und wie man Vertrauen erleben kann. Wenn man wissen will, ob man etwas oder jemandem vertrauen kann reicht es nicht, sich diese Dinge oder Personen anzusehen. Wir müssen es testen, um zu erleben, ob etwas oder jemand vertrauenswürdig ist. Und so hat Daniel es auch mit Gott gemacht. Er hat ausprobiert und geforscht, ob Gott vertrauenswürdig ist – und ER ist es.

SOLA 2016 - Tag 5

Nachdem wir nun so super mit der Mauer vorangekommen sind (es gibt nur noch wenige Lücken) hat uns der alte Bürgermeister als Belohnung und zur Erholung einen Besuch im Wasserbad versprochen. Da es dieses nicht in dem passenden Umfang in Jerusalem gibt sind wir mit motorisierten Kamelen in ein etwas entferntes Wasserbad gefahren. Fröhlich, müde und sauber kamen wir am späteren Nachmittag wieder in Jerusalem an. Am Abend bekamen wir Besuch von König Artaxerxes. Und er war ebenfalls erfreut zu sehen, wie weit wir schon mit der Mauer sind, denn so würde wahrscheinlich Nehemia bald wieder zu ihm zurückkommen. Daniel erklärte später worauf es ankommt, wenn man mit jemandem spricht: Dieser muss nicht zu sehen sein, aber er muss da sein. Genau wie es bei Gott ist. Der ist zwar nicht sichtbar, aber er ist da und wir können jederzeit mit ihm reden und ihm alles sagen.

SOLA 2016 - Tag 6

Die Nacht des Überfalls – da die Mauer noch nicht vollständig vollendet ist, war es für unsere Feinde in der Nacht – trotz Nachtwache – kein Problem in unsere Stadt einzudringen. Zwar haben wir sie überwältigt und auch vertrieben, aber am heutigen Morgen haben wir festgestellt, dass unser Tempelschatz gestohlen wurde. Zu allem Überfluss kamen auch noch die zwei Provinzvorsteher und haben uns vorgeworfen, dass wir selber Schuld hätten, weil wir im Wasserbad waren und unsere Mauer nicht geschlossen haben. Und sie haben für heute unseren Kiosk wegen angeblicher Krabbeltiere geschlossen. Auf alle Fälle mussten wir unseren Tempelschatz wieder finden und sind allen Spuren nachgegangen und waren – Gott sein Dank – auch erfolgreich. Weil das alles so gut geklappt hatte, war der alte Bürgermeister so freundlich und hat uns allen ein Eis spendiert. Damit so etwas wie in der vergangenen Nacht nicht noch einmal passiert, hat sich jeder einzelne ein Schwert gebaut. Und damit werden wir nun immer ausgerüstet sein, wenn wir am Mauerbau weiter machen. Den Abend haben wir in unseren einzelnen Sippen genossen und uns unser Essen selber am Feuer gemacht. 

SOLA 2016 - Tag 9

Nehemia hat dem König versprochen, nach Fertigstellung der Mauer zurückzukehren. Es wird gräumt und gepackt. Nun ist es Zeit Abschied zu nehmen. Es war eine tolle Zeit und wir freuen uns auf 2017, wenn wir uns (hoffentlich) alle wiedersehen!

SOLA 2016 - Tag 8

In der Nacht gab es einen erneuten Überfall - die Mauer hat gehalten! Am Morgen wurden dann die letzten Angreifer endgültig vertrieben. Wir haben es gemeinsam geschafft! Abends wurde das dann mit allen Stadtbewohnern beim Abschlussfest ausgiebig gefeiert. Festbeiträge waren z.B. eine Stuntshow mit Schwertern, eine Modenschau, ein Tanz, usw.

SOLA 2016 - Tag 7

Welche ein Schock – es kommt heraus, dass der alte Bürgermeister, der uns das Schwimmbad und Eis ausgegeben hat, ein Verräter ist und mit unseren Feinden zusammen arbeitet. Es ist ein weiterer Überfall auf Jerusalem geplant. Schemaja wird zum Tode verurteilt und wir bauen auf Hochdruck den Rest der Mauer fertig. Geschafft – Jerusalem ist durch eine komplette Stadtmauer geschützt. Nachmittags können wir unsere sportlichen Fähigkeiten testen und am Abend steht die Hinrichtung von Schemaja an. Aber er bittet um Gnade und Erbarmen und Esra findet in den alten Schriften, dass wir als Gottes Volk von Gott immer wieder begnadigt wurden, weil wir IHN darum baten. Und so können wir auch Erbarmen mit Schemaja haben und er wird begnadigt. So ist Gott – er schenkt Dir, mir, uns allen Gnade – obwohl keiner von uns diese verdient hat.